Bikeweekend - Geschichte

1990

Start mit einer Country-Night. Musik: Pony Express und Texas Riders aus München. Über 2.000 Besucher in nur einer Nacht! Ein Bikertreffen mit derartigem Andrang zum Einstand hatte es in Österreich bis dato noch nicht gegeben. Die Veranstaltung kam überigends dadurch zustande, dass Gerhard Karlinger und Bernhard Brandstetter es den vielen Besserwissern beweisen wollten, dass es auch im tiefsten Mühlviertel möglich sei, mit einer außergewöhnlichen Programmgestaltung mehr als 1000 Besucher zu mobilisieren. Größere Vereine, die man im Vorfeld bezüglich Mitarbeit und Risikobeteiligung fragte, hatten bis auf eine kleine Feuerwehr-Truppe vorsichtigerweise abgesagt.

 

1991

Erweiterung von einem auf zwei Veranstaltungstage, 6 Bands, über 4.000 Besucher! Man orientierte sich an amerikanischen Bikertreffen. Daher engagierte man die Stargruppe "Bellamy Brothers" aus dem Mutterland USA. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass am Sonntag während des Konzertes ein "Jahrhundert-Unwetter" über der Region niederging. Selbst die Stars aus Amerika hatten so ein hefiges Gewitter mit Sturm noch nicht oft erlebt. Auch dem ORF war das Konzert mit dem Rundherum ein Bildbericht in den Nachrichten wert. Erster Meilenstein und Grundlage zur Legendenbildung.

 

1993

Topfestival mit 7 Gruppen, trotz Regenwetter über 6.000 Besucher, Stargäste Allan Rich, Randy Meisner (Eagles) und Billy Swan/USA. Das Festival etabliert sich durch seine außergewöhnliche Programmgestaltung in der internationalen Szene. Selbst ein TyTender saß im Publikum und wurde von Billy Swan für eine Sondereinlage auf die Bühne geholt. Die anwesenden Biker wurden durch das schlechte Wetter auf eine harte Probe gestellt. Die amerikanischen Starmusiker waren sehr verwundert, dass es hier mitte Juni am Morgen gefrorenen Tau auf den hochgelegenen Wiesen geben kann.

Dabei stellte sich auch heraus, dass echte Biker keine Warmduscher sind und dem Großteil das kalte Sauwetter völlig egal war. Neben Unmengen von Bier wurde großteils Glühwein und harter Schnaps (Whisky) ausgeschenkt. Beginn einer Kooperation mit dem MSC Motorratten Schönau.

 

1994

Steigerung der Besucherzahl auf über 8.000! Stargäste: The Jets/GB, Flaco Jimenez/USA. Das Festival stieg zu einer vielbeachteten Biker- und Musikveranstaltung auf! In den Oberösterreichischen Nachrichten versteht man die doch sehr eigenwilligen Harmoniebegriffe der Mexikaner nicht, und schreibt eine sehr lustige Konzertkritik.

Einzigartiges Umfeld und unvergleichliches Flair verleihten dem Treffen einen unverwechselbaren Status. Endlich mal Schönwetter und erstmals eine herrliche, unvergessene Bikerrundfahrt (zum Clubhaus der Motorratten in Schönau). Vor allem die tausenden Camper genossen die heiße Sommer-Stimmung am Campground und konsumieten Bier in ungeahnten Mengen. Völlig friedlich und ohne geringster Vorkommnisse.

 

1996

Eine weitere, kaum mehr für möglich gehaltene Steigerung. Besucher-Rekord. Das Bikertreffen steigt zu einem europäischen Mega-Event auf. Stargäste: Becky Hobbs und die MC-Carters aus den USA. Wieder wolkenloses Schönwetter und 3 Tage "null Stress". Diese einzigartige Stimmung trägt wesentlich zu dem bis dato legendären Ruf der Veranstaltung bei. Es war so heiß, dass die Feuerwehr mit Wasserwerfern für Abkühlung sorgen musste. Erstmals wird bei den Bikerspielen das "Krautcatchen" eingeführt. In einer Grube mit einer Tonne fein gehacktem Frischkraut und 200 Liter Speiseöl wälzen sich unzählige Biker und Bikerinnen. Dieses Spiel gab es in der Form so das erste mal in Österreich.

 

1997

Alle, die irgendwann ein Ende des Publikumbooms erwarten, werden eines Besseren belehrt. Wieder war das Gelände in Königswiesen mit tausenden Bikern bevölkert. Man steigt zum größten markenunabhängigen Bikertreffen in Österreich auf. Als Superstars werden die Kultgruppe Pairie Oister aus Canada und Mungo Jerry (in the Summertime) aus England präsentiert. Beide Headliner mit unnachahmlicher Perfektion. Das Festzelt für das "American-Music-Festival" ist in der Zwischenzeit auf das gigantische Maß von 40 x 120 Meter angewachsen. Dazu gab man sich noch ein Bikerzelt (Motottatten) mit mindestens 70 Meter Länge. Ein Volksfest, mit völlig friedlichem Charakter.

 

1999

Hauptsponsor Jack Daniel's präsentierte abermals Topbands wie Fishnet Stockings und No Fashion. Gezählte 5270 Motorräder (mehr als 10.000 Menschen) hatten sich in Haid versammelt. Man erreichte die Kapazitätsgrenze.

Trotz diesen Dimensionen ist Königswiesen das geblieben, was es von Anfang an auch sein sollte. Ein Fest für Szeneinsider. Niemals eine billige Abzocke. Der Vergleich gibt uns bis dato Recht. Es gibt in der Liga in Europa nichts Vergleichbares. Um diese Grundsätze nicht zu gefährden und eine Übersättigung zu riskieren, wurde eine längere Pause beschlossen. Qualität geht vor Quantität.

 

2002

Nach 3-jähriger Pause, das 8. int. Jack Daniel´s Bikeweekend. G.Karlinger und B. Brandstetter, treten der MFG Nordwald bei und zeichnen auch weiter für das 8. Bikeweekend verantwortlich. Die Kooperation mit den Motorratten war vorher beendet worden. Die Motorratten hatten ihren Anteil am Aufschwung der Veranstaltung geleistet, die Trennung erfolgte einvernehmlich.

Leider hatte der Wettergott keine Gnade und schüttete über Königswiesen Wassermassen aus, die in der Menge nicht oft auf einmal runterkommen. Trotz diesem Weltuntergangswetter pilgerten wieder tausende Biker Richtung Königswiesen. Scheinbar völlig unbeindruckt von der feuchten Umgebung. Am Samstag Nachmittag klarte es dann endlich auf und mit dem ersten int. Shithouse-Race war ein absoluter Knüller geboren. 2 Motocrosser aus Ohlsdorf bei Gmunden drehten derart am Gasgriff, dass der Hintermann aus einer Gerölllawine ausgeschaufelt werden musste. Ein "Mörder-Spass".

Musikalisch gab man es sich vom Feinsten: die Jets aus England und jede Menge internationaler Topgruppen wie die "5 kleinen Jägermeister" waren angereist. Die vielen Geschichten und Legenden um diese Veranstaltung tragen wesentlich zum andauernden Erfolg bei.

 

2005

Wieder 3 Jahre Pause, danach einiges neu. Neues Gelände, viele neue Leute, aber immer noch die alten Veranstalter. Jetzt offiziell versammelt unter dem Motorradclub "MFG Nordwald". 7 Mitglieder, eine riesen Aufgabe. Herausgekommen ist ein weiterer Meilenstein. Am Freitag gut 1200 Besucher, am Samstag aber beinahe das Fünffache!! Es war unbeschreiblich, 6 komplett konträre Musikgruppen brachten die Hütte in Königswiesen zum Beben. Legendary Daltons, Curtis Jensen, Gelbsucht, Traveling Band, Dellastreet und Right Now legten eine Performance hin, als ob es keinen Morgen gäbe. Beim 2. int. Shithouserace flogen sprichwörtlich die Fetzen. Erneut enormes Publikumsinteresse. Ein besonderer Dank gebührt den vielen freiwilligen Helfern und Gönnern der MFG Nordwald, die durch ihren Einsatz das Ganze möglich gemacht haben. Ein friedliches nebeneinander von Publikum, Motorradfahrern und Clubs, bis hin zu sehr bekannten MC´s. Die Legende lebt - und wie!!